Ein Röntgenblick wäre manchmal gut.

Tumulus von Evessen

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Çatal Höyük
Reisebericht Anatolien 2002
Hünenburg/Heeseberg
Der Fall Wurmberg/Harz
Luftbildarchäologie

       
  Dieser Tumulus steht mitten in dem kleinen Ort Evessen/Elm bei Braunschweig. Insgesamt drei solcher von Menschenhand gemachter Hügel können in der weiteren Umgebung bestaunt werden.    
       
Fragen über Fragen. . .

Es sind Grabhügel, von denen zwei eine weibliche Bestattung enthalten. Sie werden deshalb als Fürstinnengräber angesprochen. Jungsteinzeitliche Töpferware lässt eine Datierung in diese Zeit nicht unbedingt zu. Dieser dritte Tumulus wurde nie geöffnet. Dennoch steht auf dem Schild davor, es handele sich um ein Fürstengrab. Es müsste gegraben werden, um zu beantworten, ob das Braunschweiger Land von drei Fürstinnen in weiblicher Erbfolge regiert wurde, oder ob hier tatsächlich ein Mann begraben liegt. Aber liegen hier wirklich RegentInnen oder sind es kultisch verehrte SchamanInnen gewesen?

   
       
 

Es wird vorerst ein Geheimnis bleiben: Nach Auffassung der Landesarchäologen besteht kein Grabungsbedarf. Ich meine auch, dass dieser wunderschöne Tumulus nicht durch Grabung zerstört werden darf. 

Dies ist aber nur ein Beispiel.  Archäologie wird durch Fragestellungen dieser Art erst richtig spannend. Wie spannend, das zeige ich in Çatal Höyük in Anatolien. Die Orte, wo ich selbst grabe, die Hünenburg auf dem Heeseberg und die Schwedenschanze in Isingerode, sind nicht annähernd so bekannt, aber wenigstens in meiner Nähe. Hier konnte ich auch an Luftbildarchäologie teilnehmen. Dass Archäologie nicht für jeden zu empfehlen ist, belegt der Fall Wurmberg.

 

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